Accessible Yoga, entwickelt von Jivana Heyman, öffnet Yoga für jeden Menschen – unabhängig von Alter, Erfahrung, körperlichen Voraussetzungen oder gesundheitlichen Einschränkungen. Im Mittelpunkt steht die Idee, dass Yoga nicht an äußere Formen oder Leistungsfähigkeit gebunden ist, sondern eine Praxis für innere Balance, Achtsamkeit und Selbstakzeptanz bietet.
Was bedeutet "accessible" oder "barrierefrei"
Auf Grundlage seiner eigenen Lebensgeschichte, unter anderem als AIDS- Aktivist in den 1990ern in San Francisco legt Jivana besonderen Wert darauf, dass Yoga individuell angepasst werden kann. Die klassischen Elemente – Atemübungen, Meditation, Asanas und philosophische Grundlagen – wirken heilend und stabilisierend, wenn sie an die Bedürfnisse jedes Einzelnen angepasst werden. Dabei geht es nicht darum, Kompromisse einzugehen, sondern die Praxis auf den eigenen Körper und die eigenen Möglichkeiten abzustimmen.
Ein zentrales Prinzip ist die Nutzung von Hilfsmitteln. Stühle, Blöcke, Gurte oder Kissen erleichtern die Praxis und machen sie für alle zugänglich. Besonders Stuhl-Yoga spielt eine große Rolle, nicht nur für Menschen mit körperlichen Einschränkungen, sondern für jeden, der Stabilität und Komfort sucht. Lehrende werden ermutigt, Übungen zu vereinfachen, alternative Bewegungen anzubieten und den Teilnehmenden Wahlmöglichkeiten zu lassen.
Accessible Yoga legt außerdem großen Wert auf Inklusion und Traumasensitivität. Yoga soll ein sicherer Raum sein, in dem sich Menschen willkommen fühlen – unabhängig von Herkunft, Körperform, Alter oder Gesundheit. Die Lehrenden unterstützen Selbstbestimmung, respektieren Grenzen und fördern ein Empowerment, das über körperliche Praxis hinausgeht.
Wie läuft eine Accessible Yoga Stunde ab?
Der grundsätzliche Ablauf unterscheidet sich kaum von einer anderen (Hatha-) Yogastunde. Entspannung oder Meditation zum Ankommen, Atemübungen, Asanas, Entspannungsphasen dazwischen, Abschlussentspannung.
Der Unterschied liegt im Detail: Atemübungen und Asanas werden ganz selbstverständlich in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen angesagt. Immer wieder bezieht sich die Intensität einer Übung nicht nur auf komplexer werdende Bewegungen, sondern auf feinere, exaktere Wahrnehmung. Wahrnehmen, was währen der Bewegung im Körper und Geist vor sich geht.
Hilfsmittel wie Blöcke, Gurte, Stühle oder auch die Wand werden ganz selbstverständlich eingesetzt.
Und Menschen mit unterschiedlichen körperlichen Fähigkeiten, unterschiedlichen Alters üben gemeinsam, in einer Gruppe. Das heißt, es gibt ausreichend Zeit, Möglichkeiten das eigene Tempo zu reduzieren, aber auch immer wieder Herausforderungen.
Yoga ist mehr als Asanapraxis
Jivana erinnert immer wieder daran, dass Yoga weit mehr ist als körperliche Bewegung. Atemübungen, Meditation und achtsame Reflexion können oft noch stärkeres Wohlbefinden bringen als anspruchsvolle Asanas. Accessible Yoga macht diese Werkzeuge für jeden zugänglich, auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.
In einer Zeit, in der Yoga oft als Fitnessprogramm vermarktet wird, setzt Accessible Yoga ein starkes Zeichen: Yoga ist für alle da. Die Praxis respektiert Vielfalt, unterstützt individuelle Bedürfnisse und zeigt, dass Yoga am stärksten wirkt, wenn niemand ausgeschlossen wird. Accessible Yoga ist daher nicht nur ein Stil, sondern eine Haltung – eine Einladung, Yoga als Quelle von Wohlbefinden, Achtsamkeit und innerer Stärke zu erleben.
Dieser Beitrag enthält Werbung, für die ich nicht bezahlt werde. Stattdessen kann ich die Weiterbildung von Jivana aus ganzem Herzen weiterempfehlen.

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